Rundfunk-Blockwart

07.08.2011

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten entwickeln sich immer mehr zu einer Chimäre. Der Löwe brüllt, wenn es um die Privatsender geht, die Ziege meckert, wenn jemand ihre Position in Frage stellt und die Schlange — die ist für die Zuschauer zuständig, an denen sich die staatlich sanktionierten Sender gütlich tun.

Schon die biblische Schlange sorgte für Unheil — stimmen die Überlieferungen ist sie der Grund, warum wir jetzt da sind, wo wir sind. Die Rundfunkanstalten haben ihre Schlange GEZ mit mächtigen Instrumenten ausgestattet, damit sie die besten Voraussetzungen hat, sich selbst in das kleinste Loch hineinzuzwängen, aus dem sich noch ein Euro herauszerren lässt. Jeder ergatterte Cent wird zur Schwächung von privaten Mitbewerbern aufgewendet, oder um zu zeigen, dass deren z.T. dümmliches Programm, mit ordentlich Geld versehen, mit eigenen Produktionen noch dümmer geht.

Aber weil sich die Beute – sprich: Gebührenzahler – mittlerweile auf die Schlange eingestellt hat und trotz Dauerbeblödung und selektiver Berichterstattung dank neuer Medien zu wehren weiß, haben die Rundfunkanstalten sich an eine perfide, in der deutschen Geschichte bereits mehrfach wirksame Infiltrationswaffe erinnert. Den Blockwart. Der muss sich nicht in die Löcher hineinzwängen, der ist schon drin. Und kann von dort rausrufen.

Aber weil heute niemand – von GEZ-Beauftragten mal abgesehen – den Denunzianten machen will, erst recht nicht für eine Beiläufigkeit wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, nutzt die öffentlich-rechtliche Rundfunk-Phalanx einen Platzvorteil: Die Rundfunkgesetzgebung. Da lässt man sich einfach reinschreiben, dass Hausverwalter und Vermieter per Verordnung Artikel 13 des Grundgesetzes für die Anstalten brechen sollen, die Unverletzlichkeit der Wohnung. Wer nicht „freiwillig“ über sich Auskunft gibt, soll vom Hauseigentümer ausgespäht und verraten werden.

Weil die Schlange selbst schon zu fett geworden ist, sollen jetzt Treiber her. Das Krebsgeschwür öffentlich-rechtlicher Rundfunk wuchert immer mehr. Das Vorgehen gegen die zunehmend fanatisch-religiös-totalitären Züge der öffentlich-rechtlichen Anstalten wird für uns Bürger immer schwieriger bis unmöglich. Einfluss haben wir als Dukaten-Esel schon lange keinen mehr; den haben andere Möchtegernwichtigs unter sich aufgeteilt und sorgen dafür, dass sich die eigene Machtposition stetig verbessert.

Bleibt abzuwarten was die Anstalten machen, wenn die ersten Vermieter sich diesem verwerflichen Ansinnen verweigern. Denn auf die Grundlage, mit der dann ein Zwangs- oder Ordnungsgeld gegen Menschen verhängt werden soll, die das Grundgesetz achten, dürfen wir gespannt sein. Oder was Mieter gegen den Vermieter unternehmen, der es bricht.

Zurück